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Kołobrzeg (deutsch Kolberg, früher Colberg)

Kołobrzeg (deutsch Kolberg, früher Colberg) ist eine Hafenstadt der Woiwodschaft Westpommern im Norden Polens. Kołobrzeg ist Sol- und Kurbad an der Ostsee. Die Einwohner leben vorwiegend vom Fremdenverkehr und von der Fischereiwirtschaft. Die Stadt liegt direkt an der Ostseeküste und an der Mündung des Flusses Persante in Hinterpommern. Das Stadtgebiet erstreckt sich auf ca. 1.800 Hektar.

Die Woiwodschaftshauptstadt Stettin (polnisch Szczecin) liegt etwa 150 Kilometer südwestlich von Kołobrzeg entfernt, zur nächsten größeren Nachbarstadt, Koszalin (Köslin), sind es 41 Kilometer.
 

Kołobrzeg:

 

Zuerst wurde Kolberg als salsa Colbergiensis ecclesia, als "Kirche Salz-Kolbergs". Andere geläufige Bezeichnungen waren Cholbreg, Choluberch und Colbrege. Ab dem Jahre 1255 setzte sich der Name Colberg durch, bevor er 1891 in Kolberg umbenannt wurde. Seit dem Jahre 1945 ist der offizielle Name der Stadt Kolobrzeg. Eine verbreitete Deutung des Namens ist "kolo brzegu", auf deutsch: Ort am Ufer.

Eine erste Phase wirtschaftlicher Prosperität erlebte Kolberg mit dem Eintritt in die Hanse. Unter dem Schutz der großen Handelsorganisation der Ostsee konnte Kolberg Fischfang betreiben und besaß auf der Insel Schonen eine eigene Handelsniederlassung, eine sogenannte Vitte.

Als ab 1600 der Seehandel mit der Bedeutung der Hanse zurückging und die Erträge aus dem Salzgeschäft ebenfalls mangelhaft waren, begann für die Kolberger eine lange Zeit von Kriegen, Belagerungen und Verwüstungen. Häufig traten diese in so dichter Folge auf, dass die Einwohner kaum Zeit fanden, sich von den Folgen des letzten Krieges zu erholen, als der neue bereits nahte.

Einen erneuten Aufschwung machte Kolberg ab Anfang des 19. Jahrhunderts durch. Die Stadt entwickelte sich zum See-, Sol- und Moorbad und zog im Laufe der Jahre mehr und mehr Touristen in die Stadt.

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Die wechselvolle Geschichte der Stadt und die enormen Schäden nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die die Entwicklung des Kurortes nicht erschüttern. Unmittelbar nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Stadt und bereits 1952 wurde das erste Sanatorium für Kinder "Sunshine" in Betrieb genommen. Kolberg ist heute der größte polnische Kurort, reich an Kliniken und Wellness-Hotels. Spezialisiert auf Heil-und Naturheilkunde, insbesondere bei Erkrankungen der Atemwege, Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma und Stoffwechselerkrankungen.

"Kolobrzeg stand und steht auf dem Salz"
Die Salzinsel (polnisch: Wyspa Solna) liegt nahe der Kolberger Innnenstadt auf dem linken Persante-Ufer. Neben der Persante wird sie begrent durch den Holzkanal. Die Salzinsel ist circa 1,5 km lang und zwischen 100 und 250 Meter breit.
Salineauelle auf der Salzinsel. Auf der Stadtkarte erkennen Sie die Salzinsel als schmales von Wasser umgebenes Band westlich der Altstadt. Einst war hier ein Sumpf, allerdings ein besonderer: er wies Salzquellen auf. Die Sole - Grundstoff für Salz - wurde deshalb im Mittelalter sehr schnell zum flüssigen Gold Kolbergs.

„Kolbergs Viagra”
Kolbergs Einrichtungen wie zb. Sanatorien bieten zahlreiche Heilschlamm Behandlungen an, darunter verschiedene Bäder und sonstige Schlammbehandlungen. Das Heilschlammaufkommen reicht zurück auf die schmelze der skandinavischen Gletscher vor etwa 10 Tausend. Jahre v. Chr. Sie wurden in den Mooren und Sümpfen aus toten Pflanzen gebildet. Zusätzlich zu den Solequellen ist das der zweitgrößte natürliche Reichtum Kolbergs.

Der natürliche Reichtum
Ein wahrer Kurort besteht nicht nur aus einem Hafen, einer Stadt und Sanatorien, sondern ist geprägt vom natürlichen Reichtum. Kolberg ist eine grüne Stadt, voller Parks, Bäume und in erster Linie Naturdenkmäler. In der Tat, gibt es in Kolberg zwei große Eichen. Die erste genannte "Boleslaw" besteht bereits etwa 800 Jahre, die zweite "Warcisław" über 640 Jahren. Zu den wichtigsten Parks in Kolberg gehört Stefan Zeromski entlang der Küste. Forschern zufolge, tritt genau an dieser Stelle eine kumulative therapeutische Wirkung der Meeres-Aerosols ein.

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Kolberg ist eine Stadt reich an Denkmälern des historischen und kulturellen Erbes. Viele Organisationen engagieren sich tatkräftig, um die reiche Geschichte und Tradition der Stadt und ihrer Region zu schützen.

Hafen Kolberg
Die Seefahrt in Kolberg hat eine lange Tradition. Schon im Mittelalter hatte es einen Hafen gegeben, von dem aus die Persante hinauf und an der Ostseeküste entlang zu den nächsten Handelshäfen geschippert wurde. Später dann, als Kolberg Mitglied der Hanse wurde, hatten Kolberger Heringshändler gar eine eigene Vitte auf Falsterbo.
Nach mehrfachen Erweiterungen ist heute die Hafeneinfahrt an den Molenköpfen 47 Meter breit und verengt sich dann auf etwa 24 Meter in der Höhe des Hafenamtes. Neuere Planungen sehen vor, das Kolberger Molensystem bis zum Jahre 2006 erheblich zu verändern. Völlig neu entstehen soll ein 452 Meter langer Westwellenbrecher. Die Länge des Ostwellenbrechers soll um mehr als 200 Meter auf dann 502 Meter verlängert werden. Der so vergrößerte Kolberger Hafen würde dann ein bequemes Einlaufen von bis zu hundert Meter langen Schiffen mit einem Tiefgang bis zu 5,5 Metern ermöglichen.

Museen in Kolberg

Wie kaum eine andere pommersche Stadt hat Kolberg eine militärische Tradition. Da ist es kein Wunder, dass Kolobrzegs Museumsmacher den Faden aufgreifen und in Kolberg das Polnische Waffenmuseum schaffen. Hier wird alles zur Geschichte des polnischen Militärwesens von den Anfängen des polnischen Staates bis zur Neuzeit gezeigt.

Schon die Außenanlagen, die man bei einem Spaziergang durch die ulica Gierczak leicht entdecken kann, beeindrucken durch ein waffenstarrendes Arsenal.


Innen beginnt die Ausstellung im frühmittelalterlichen slawischen Westpommern mit einem interessanten Panorama der Kolberger Burg aus dem 12. Jahrhundert. Nach Erinnerungsstücken an die Schlacht von Tannenberg oder Grunwald im Jahre 1410 werden Objekte aus allen Jahrhunderten bis zum 20. Jahrhundert gezeigt. Besonderen Raum nimmt dabei der Kampf um Kolberg 1945 ein. Ein monumentales Gemälde zeigt den Angriff polnischer Soladten auf das Fort Münde. Danach war der Krieg in Kolberg beendet.

Im Militärtechniksaal wird auch die Chiffriermaschine Enigma ausgestellt. Sie diente der Kommunikation innerhalb der deutschen Armee. Die Entschlüsselung des Enigna-Codes, unter anderem durch polnische Wissenschaftler, beeinflusste den Verlauf ds Krieges.

Denkmäler und Gedenkorte in Kolberg / Kolobrzeg

Kolbergs auffälligstes Denkmal steht an der Strandpromenade zwischen Leuchtturm und Seesteg. Das Denkmal der Vermählung Polens mit dem Meererinnert an die Eroberung Kolberg durch russische und polnische Truppen am 18. März 1945. Das eine stilisierte Fahne darstellende Denkmal wurde 1963 enthüllt.

Seit 2000 steht das Milleniumsdenkmal des Kolberger Bildhauers Wiktor Szostało vor dem Dom. Es stellt den polnischen König Boleslaw den Tapferen und den deutschen Kaiser Otto III. als Zeichen der deutschen und polnischen Vergangenheit des tausendjährigen Kolbergs dar. Das Denkmal hat die Form des gespaltenen Kreuzes, ein Hinweis auf die durch die Geschichte geschaffene Kluft zwischen beiden Völkern. Eine Taube mit Ölzweig verbindet die auseinanderstrebenden Seiten des Kreuzes.

Auf dem Plac 18 Marca steht gegenüber der Post ein interessantes Denkmal. Der Sockel ist alt und tug vor 45 das Denkmal eines fallenden Soldaten, eine Verherrlichung der Krige von 1864, 1866 und 1870/71. Heute trägt der Sockel einen polnischen Adler. Das Denkmal wurde 1948 enthüllt und ist das erste polnische Denkmal in Kolberg.

Das bekannteste Denkmal von vor 1945 existiert nicht mehr. Es zeigte Gneisenau und Nettelbeck, die sich brüderlich die Hand reichten und sollte die Verteidigung der Festung Kolberg gegen die Truppen Napoleons feiern. Die Kanonen, die vor dem Denkmal lagen, können heute im Museum für polnische Waffen besichtigt werden.
 

Religiöse Gebäude
Der bis 1945 evangelische Kolberger Dom, der erstmals 1316 urkundlich erwähnt wurde. Auffällig ist der Turm der Backsteinkirche, ein aus ursprünglich zwei Türmen zusammengemauertes Turmmassiv. Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Bauwerk wurde nach dem Wiederaufbau in eine katholische Kirche (Marienkirche) umgewandelt und von Papst Johannes Paul II. 1986 in den Rang einer Marienbasilika erhoben. 

Rathaus
Das Rathaus, das 1829 bis 1832 nach den Entwürfen des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde. Es ersetzte ein gotisches Rathaus, das bei der Belagerung Kolbergs durch die Franzosen 1807 zerstört worden war. Ein vor dem Rathaus ursprünglich befindliches Denkmal des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. wurde nach Kriegsende beseitigt.

Leuchtturm

Der Leuchtturm, der nach dem Zweiten Weltkrieg als eines der ersten Gebäude neu erbaut wurde und der heute ein Wahrzeichen der Stadt ist. Er befindet sich auf den Resten eines alten Forts zur Verteidigung des Kolberger Hafens.

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Wie kaum eine andere Stadt an der polnischen Ostseeküste bietet Kolberg eine Vielzahl von Betätigungs- möglichkeiten, etwas für Ihre Fitness und Gesundheit zu tun.

Kolberg mit dem milden Reizklima der Ostsee hat einen breiten Dünenstreifen mit abwechslungsreichen Baumbestand, der zu ausgedehnten Spaziergängen lockt.

Weitere Vorschläge für Spaziergänge im grünen Gürtel Kolbergs finden Sie auf den Seite Parks und Grünanlagen in Kolberg.

Die Umgebung Kolbergs ist ein Paradies für Angler. Besonders im Herbst und Winter zieht es viele ambitionierte Angler aus ganz Polen in die Stadt. Auf der Seite Kolberg für Angler finden Sie viele Hinweise und Tipps für Angler.

Wer sich etwas mehr bewegen möchte, dem empfehlen wir, das eigene Fahrrad mit in den Urlaub zu nehmen oder auf eines des Mietangebote für Räder zurückzugreifen. Das Kolberger Hinterland lockt zu attraktiven Fahrradtouren.

Viele Kurhotels und Kuranlagen mit Appartements bieten ein umfassendes Programm, um aus Ihrem Urlaub in Kolberg einen Gesundbrunnen für Ihren Körper zu machen. Siehe: Kuren in Kolberg / Kolobrzeg.

Immer mehr abenteuerlustige Menschen treibt es zur Erholung unter Wasser, auf der Suche nach alten Schiffswracks. Die Ostsee in der pommerschen Bucht ist reich an sehenswerten Schiffsleichen in Tiefen zwischen 15 und 40 Metern: Wracktauchen

Wer sich richtig einmal auspowern möchte, der findet im Kolberger Stadtteil Budzistowo die Sportanlage Pajamad mit Squash, Sauna und vielen weiteren Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung.

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