Chorzów (deutsch: Königshütte)
Chorzów (deutsch: Königshütte) ist eine kreisfreie Großstadt in der Woiwodschaft Schlesien in Polen. Die bedeutende Industriestadt liegt im oberschlesischen Industrierevier etwa sieben Kilometer nordwestlich von Kattowitz.

1797 wurde die namensgebende Königshütte als preußisches Staatsunternehmen gegründet. Sie war eine der ersten mit Dampfkraft betriebenen Hüttenwerke auf dem europäischen Kontinent. Ein 1802 angestochener Hochofen war damals der größte Europas. Seit 1871 war der Betrieb Teil der Vereinigsten Königs- und Laurahütte. Adolph von Menzel reiste 1875 nach Königshütte um hier Studien für sein Gemälde Eisenwalzwerk zu betreiben.
Die Stadtgemeinde Königshütte im oberschlesischen Kreis Beuthen war zum 17. Juli 1868 aus dem Gutsbezirk Königshütte, Hüttenwerk, Kolonie Erdmannswille, Charlottenhof und aus Teilen der Landgemeinde Chorzow und der Gutsbezirke Ober Heiduk, Mittel Lagiewnik, Ober Lagiewnik und Schwientochlowitz gegründet worden. Die Veröffentlichung des königlichen Dekrets zur Stadterhebung durch den Oberpräsidenten der Provinz Schlesien erfolgte am 17. April 1869. Zum ersten kommissarischen Bürgermeister der neugegründeten Stadt wurde am 9. März 1969 der Bürgermeister a. D. Lange aus Bernau berufen und zu seinem ordentlichen Nachfolger wurde ein Jahr später der Gerichtsassessor Goetz.
Seit dem 20. Juni 1884 galt der Name Königshütte Ober-Schlesien oder abgekürzt Königshütte O.S. Mit dem 1. April 1898 erhielt Königshütte O.S. den Status eines Stadtkreises und schied damit aus dem Kreis Beuthen aus.
Abstimmung und Anschluss an Polen
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in ßO.S. 31.864 Wahlberechtigte (74,5 Prozent) für einen Verbleib bei Deutschland und 10.764 Wahlberechtigte (25,2 Prozent) für eine Abtretung an Polen. Die Wahlbeteiligung betrug 97,1 Prozent, es wurden 130 ungültige Stimmen (0,3 Prozent) gezählt.
Am 19. Juni 1922 wurde die Stadt Königshütte O.S. trotzdem an Polen abgetreten. Königshütte O.S. erhielt nunmehr eine polnische Übersetzung des alten Namens: Królewska Huta. Im Stadtrat hielt sich beinahe die gesamte Zeit bis 1939 eine deutsche Mehrheit.
Am 1. April 1934 wurden die Landgemeinde Chorzów und 1937 Neu Haiduk (Hajduki Nowe) der Stadt Królewska Huta einverleibt, die gleichzeitig den neuen Namen Chorzów annahm. Die Gemeinde Chorzów hieß seitdem als Stadtteil Chorzów Stary (übersetzt Alt-Chorzow). Mit dem 1. April 1939 wurde das Stadtgebiet durch die Eingliederung der Landgemeinden Hajduki Wielkie, Kochłowice (teilweise) und Świętochłowice (teilweise) weiter vergrößert.
Zweiter Weltkrieg
Seit dem 26. Oktober 1939 gehörte Chorzów – jetzt wieder Königshütte (ohne den Zusatz „O.S.“) genannt – als Stadtkreis zum Regierungsbezirk Kattowitz in der preußischen Provinz Schlesien, ab 1941 zu Oberschlesien.
Am 27. Januar 1945 wurde die Stadt durch die Rote Armee besetzt und ging infolge des Potsdamer Abkommens unter polnische Verwaltung, was unmittelbar danach zu Ausschreitungen, Exzessen, entschädigungslosen Vermögungsenteignungen, Zwangsarbeit, Deportationen, Aussiedlungen und Vertreibungen der deutschen Bevölkerung Königshütte führte
Einkaufspassage. ul. Wolności (dt. Freiheit)
Repräsentative Straße, erst vor kurzem erneuert, beginnt mit dem neo-gotischen Postgebäude erbaut im neunzehnten Jahrhundert mit einem markierten viereckigen Turm und einem Brunnen und endet mit einer monumentalen Kirche St. Hedwig des neunzehnten Jahrhunderts.
Die Keller der ul. Wolności sind Denkmalgeschützt und in ihnen findet man elegante Geschäfte, Restaurants, Cafés, Kneipen und Galerien. Es stellt das kulturelle Leben in Chorzów dar, jedes Jahr kann man bunte Umzügen von internationalen Künstlern bewundern, und im Sommer finden regelmäßig Veranstaltungen mit schlesischen Traditionen statt.
Zusätzlich zu den architektonischen Denkmälern in der Stadt Chorzow sind auch eine Reihe von Grabmälern:
- Adam Mickiewicz-Denkmal in 1958.
- Denkmal aus dem Jahr 1971. - 32. Jahrestag der Nazi-Invasion von Polen.
- Grabmal von Soldaten der Roten Armee wurde im Jahre 1946 errichtet., Modernisiert in 1973.
- polnisches Soldaten Denkmal aus dem Jahr 1977.
- Denkmal polnischer Soldaten von 1971. zeigte in der 32. Jahrestag der Befreiung von Chorzow.
- Chopin-Denkmal aus dem Jahr 1949.
- heiliges Denkmal für die Helden Chorzows aus den Jahren 1939-1945 von 1988
- Denkmal zu Ehren der gefallenen Soldaten des 75 Infanterie-Regiment, erbaut 1934, zerstört im Jahre 1939. rekonstruiert im Jahr 2000.
- Friedrich Wilhelm von Reden von 1853. zerstört im Jahr 1939., Aufgebaut im Jahre 1940. und zerstórt wieder in 1945. schließlich im Jahr 2002 rekonstruiert.
- polnischen Soldaten Denkmal aus dem Jahr 1978.
- Denkmal Dr. Andrew Mielęckiego von 1954.
- Sammelgrab 23 polnischer Soldaten der polnischen Armee aus dem Jahr 1976.
- Grabmal der Asche der ermordeten Häftlinge aus dem Konzentrationslager in Auschwitz und Ravensbrück aus dem Jahre 1947. (Asche aus dem Lager für Frauen in Ravensbrück gebracht, 1960.)
- Soldaten der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
- Gräber von Soldaten der Roten Armee
Kultur Zentrum
Offizielle Eröffnung 28.01.2008. - Ist eine voll ausgestattetes hochmoderne Theater-und Konferenzeinrichtung: sie bietet spektakuläre Säle, Galerien, Kammern, audiovisuelle Konferenzeinrichtungen, Turnhallen, Musikhallen für Kunstunterricht, einen Tanz und Ballett-Saal, einen Meeting-Raum und ein Vereins-und Tonstudio.
Unterhaltungstheater „Teatr Rozrywki”
Das meist besuchte Theater in Polen – zu den beliebtesten und gleichzeitig den erfolgreichsten Produktiones des Theaters gehören: "Jesus Christ Superstar", "Evira", "" The Rocky Horror Show "," Dyzma "," Fiddler on the Roof " . Die Ursprünge des Theaters stammt aus dem Jahr 1976. - als Music Hall oder Revue-Theater, im Jahr 1985 gegründet als „Teatr Rozrywki“.
Das Theater wird von seinem eigenen Repertoire definiert -, zudem wurde es Anlaufstelle für zahlreiche polnische Uraufführungen und Musicals.
Museum in Königshütte „Muzeum w Chorzowie“
Pflegt die Tradition des 20. und 30 Jahrhundert. Derzeit verfügt das Museum über 43 000 historische Monumente, ihrer Struktur und Funktionen gliedern sich in folgende Einheiten:
- Abteilung der polnischen Numismatik – Münzensammlungen aus dem Beginn des polnischen Staates bis hin zu modernen Münzen und Medaillen ab dem sechzehnten Jahrhundert.
- Kunstabteilung hält für Sie eine Sammlung von Gemälden, Drucken und Zeichnungen von industriellen Themen bereit.
- Department of Ethnography dokumentiert visuell die volkstümliche Kultur-und Arbeitsbedingungen in Oberschlesien an der Wende vom September und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.
- Bibliothek enthält eine reichhaltige Sammlung von Bücher, darunter alte Drucke.
Neben dem Museum in Chorzow sind auch zahlreiche Galerien wie die Städtische Galerie mit Sammlung von Salvador Dali.
Schlesischer Zentralpark
Der Schlesische Kultur- und Erholungspark (Śląski Park Kultury i Wypoczynku; auch Wojewódzki Park Kultury i Wypoczynku; übers. Kultur- und Erholungspark der Woiwodschaft) ist eine Erholungsanlage zwischen den Großstädten Chorzów (Königshütte) und Kattowitz (Katowice) in der Woiwodschaft Schlesien, Polen. Er wurde in den 1960ern aufgrund einer Initiative des Lokalpolitiker Jerzy Ziętek gegründet. Die Gesamtfläche des Parks erstreckt sich auf 620 Hektar; er ist somit der größte Stadtpark Europas.
Oberschlesischer Ethnografie-Park
Der Oberschlesische ethnografische Park (polnisch Górnośląski Park Etnograficzny) ist ein Freilichtmuseum im Schlesischen Kultur- und Erholungspark in Chorzów, Polen. Die Fläche des Parks beträgt 25 Hektar.
Das Museum zeigt viele bäuerliche Bauwerke aus Ostoberschlesien und dem Teschener Schlesien – meist ausgeführt in Schrotholz, bzw. Blockhüttenbauweise. Am häufigsten vertreten sind Häuser aus den Beskiden, Bauernhöfe des Plesser Landes. Weiterhin sind eine Schrotholzkirche aus Nieboczowy (Niebotschau) aus dem 18. Jahrhundert sowie eine große Anzahl von Bauwerken und Gegenständen aus der Ortschaft Istebna im Teschener Schlesien erwähnenswert.
Schlesischer Zoo „Śląski Ogród Zoologiczny”
Der schlesische Zoo ist mit seiner 47,6ha großen Grundfläche und Fast 2250 Tieren der größte seiner Art im Polnischen Raum.
Unter den insgesamt 280 Arten befinden sich sehr viele vom Aussterben bedrohte Tierarten was den schlesischen besonders Zoo auszeichnet. Insgesamt wird sehr viel Wert auf Artenschutz gelegt.
Schlesisches Planetarium
Das Schlesische Planetarium (Polnisch: Planetarium Śląskie) ist das größte und das älteste Planetarium und Observatorium in Polen. Das Planetarium wurde am 4. Dezember 1955 gegründet. Es befindet sich im Schlesischen Kultur- und Erholungspark nahe Katowice in Chorzów.
Schlesisches Stadion
Das Schlesische Stadion (polnisch: Stadion Śląski) ist ein Stadion in der oberschlesischen Großstadt Chorzów, Polen. Es ist das offizielle Nationalstadion. Genutzt wird es für Länderspiele der polnischen Nationalmannschaft, Konzerte, auch internationale Fußballspiele der Vereine im Oberschlesischen Metropolenverbund.
Von den 1950ern bis zu den 1980ern wurden die Derbys in Oberschlesien in diesem Stadion ausgetragen. (Eröffnung 1956, Kapazität 47.246 Plätze)
Schlesische Oper „Opera Śląska”
Befindet sich in Bytom unweit von Chorzow entfernt und funktioniert bereits seit 60 Jahren. Das Neoklassische Gebäude ist über 100 Jahre alt und steht unter Denkmalschutz. Erbaut vom Berliner Architekten Alexander Böhm. Die Oper bietet über 30 verschiedene Aufführungen.
SILESIA City Center
Silesia City Center – eines der größten Einkaufszentren Polens mit einer gesamtfläche von mehreren Tausend Quadratmetern. Im Einkaufzentrum befinden sich Geschäfte, Boutiquen, ein Supermarkt, Banken und zahlreiche Bars und Restaurants. Im Zentrum des Einkaufszentrums befindet sich ein Brunnen mit einer bis zu 13 Meter hohen Fontäne. Darüberhinaus befindet sich im zweiten Stock des Einkaufzentrums ein Kino mit 13 Kinosälen, eine Diskothek, eine große Spielhalle mit einer Bowlingbahn und Billardtischen sowie ein Restaurant Namens Bierhalle mit Oktoberfest
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